Mit Musik, Kunst und Lernmaterialien gegen Kinderarbeit

Zehn Jahre ARISE – Unternehmen engagieren sich gemeinsam

In zahlreichen Ländern der Welt wird Tabak angebaut. Und in vielen von ihnen ist Kinderarbeit leider nach wie vor ein großes Problem. Laut der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) arbeiten weltweit etwa 152 Millionen Kinder. Die meisten von ihnen, 70,9 Prozent, arbeiten in der Landwirtschaft. Armut und Perspektivlosigkeit führen dazu, dass selbst die Jüngsten in der Familie mit dafür sorgen müssen, dass alle überleben. Und auch lokale Traditionen spielen eine Rolle dabei, dass Kinderarbeit in manchen Regionen der Erde sozial akzeptabel ist.

Doch was zählt eigentlich genau zu Kinderarbeit? Dabei handelt es sich um Tätigkeiten, für die Kinder zu jung sind, die gefährlich oder ausbeuterisch sind, die die körperliche oder seelische Entwicklung schädigen oder die Kinder vom Schulbesuch abhalten. Kinderarbeit verstößt gegen die weltweit gültigen Kinderrechte.

Was kann man dagegen tun?
Einfache Lösungen für das komplexe Problem gibt es nicht. Das haben Erfahrungen aus mehreren Ländern gezeigt. So lässt sich Kinderarbeit etwa nicht einfach verbieten, ebenso wenig, wie Armut verboten werden kann. Gesetze sind zwar wichtig, aber sie müssen ebenso konsequent umgesetzt und von Maßnahmen begleitet werden, die die tieferliegenden Ursachen von Kinderarbeit bekämpfen. Wer Kinderarbeit abschaffen möchte, muss die Gesellschaft langfristig ändern und in Nachhaltigkeit investieren. Die Lebensumstände vor Ort müssen sich ändern.

Dazu können Unternehmen einen entscheidenden Beitrag leisten, zum Beispiel indem sie familienfreundliche Arbeitsbedingungen und faire Löhne in der gesamten Lieferkette garantieren. JTI setzt sich gemeinsam mit anderen starken Partnern für Veränderungen im Tabakanbau ein und macht seinen Einfluss geltend. Mithilfe des Programms ARISE, das 2011 begann, möchte das Unternehmen Kinderarbeit beenden. Denn eine Zukunft ohne Kinderarbeit ist möglich, davon ist JTI überzeugt.

Bauern lernen voneinander
ARISE bietet Unternehmen eine Plattform, auf der sie ihre Erfahrungen und gute Beispiele teilen können. So können Tabakbauern von Tee- oder Kakaoproduzenten lernen und umgekehrt. Schließlich soll Kinderarbeit großflächig verhindert und nicht verlagert werden. Ist es auf einer Tabakfarm verboten und auf dem angrenzenden Gebiet wird nichts gegen Kinderarbeit unternommen, ändert das nichts.

Bis 2018 wurden durch ARISE 355.405 Menschen über Kinderarbeit informiert. Die teilnehmenden Unternehmen haben sich mit Regierungen und Behörden vernetzt, um Aktionspläne und Gesetze gegen Kinderarbeit zu entwickeln. Initiativen wurden gegründet, die die Wirtschaft vor Ort stärken sollen. So werden die Leute vor Ort in Aktivitäten geschult, die ihnen ein Einkommen sichern, Dörfer erhalten Leih- und Sparprogramme. JTI investiert in Bildung. Damit Kinder Schulen besuchen, müssen diese attraktiver werden. Daher stattet das Unternehmen die Schulen mit Lehr- und Lernmaterialien aus und versorgt die Kinder in den Schulen mit Essen. 2018 wurden etwa 1.041.197 Millionen Schulessen serviert.

JTI bezieht seinen Tabak etwa aus Brasilien, Malawi, Tansania und Zambia. Dort erhalten sie Einblicke aus erster Hand, wie die Realität vor Ort aussieht. So ist es in Brasilien etwa nach wie vor ein großes Problem, dass Kinder nach der Schule im „Haushalt“ helfen sollen. Dabei geht es jedoch nicht darum, den Tisch abzuräumen oder die Spülmaschine anzustellen. Daher wurde dort etwa an zehn Schulen dafür gesorgt, dass auch nach der regulären Schulzeit andere Aktivitäten stattfanden. 321 Kinder nahmen 2018 daran teil.

Titelbild: JTI

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