Die grüne Alternative: Frei unterwegs mit E-Scooter und Co.

Draußen unterwegs sein, die Sonne und den frischen Wind genießen und dabei auch noch schneller ankommen als mit dem Auto: Gerade jetzt in der wärmeren Jahreszeit setzen viele Leute auf alternative Fortbewegungsmittel. Dabei haben Fahrrad, Skateboard und Inlineskates Konkurrenz bekommen – vom E-Scooter. Ab Mitte Juni sind die elektrischen Tretroller bundesweit im öffentlichen Straßenverkehr zugelassen, und sie versprechen jede Menge Freiheit und Fahrspaß. Was in Metropolen wie San Francisco, Paris oder Tel Aviv schon länger zum Stadtbild gehört, wird also bald auch in Deutschland Einzug halten.

Versicherung für E-Scooter nötig

Wer mindestens 14 Jahre alt ist, darf mit dem E-Scooter über Radwege brausen. Sind die nicht vorhanden, kann die Straße genutzt werden. Für seinen Schutz ist jeder Rollerfahrer selbst verantwortlich, denn eine Helmpflicht besteht nicht. Ebenso braucht es für den Scooter keinen Führerschein. Nötig ist allerdings, anders als etwa bei Fahrrädern oder Pedelecs, eine Haftpflichtversicherung. Diese gibt es als selbstklebende Plakette bei Kfz-Versicherern oder häufig gleich beim Händler. Zugelassen sind außerdem nur Scooter, die maximal 20 Stundenkilometer erreichen. Sind die Voraussetzungen erfüllt, steht dem lässigen Sommerfahrspaß nichts mehr im Wege – auf das Trittbrett, fertig, los!

Die klassische Alternative zu Auto, Bus und Bahn ist natürlich das Fahrrad. Sage und schreibe 75,5 Millionen Bikes gab es Ende 2018 in Deutschland. Damit besitzen statistisch gesehen mehr als neun von zehn Einwohnern – vom Säugling bis zum Greis – einen Drahtesel. Einmal angeschafft, verursacht er keine weiteren Kosten mehr, lässt sich auch auf Schleichwegen benutzen oder abends, wenn die letzte Bahn schon längst weg ist. Lästige Parkplatzsuche? Ebenfalls kein Thema.

Deutschland radelt elektrisch

Immer größer wird zudem die Zahl der Fahrräder mit Elektro-Antrieb. 980.000 Stück wurden allein im vergangenen Jahr in Deutschland verkauft. Kein Wunder, denn Pedelecs und E-Bikes sind besonders bei älteren Menschen beliebt und wir Deutschen werden schließlich immer älter. Für Pedelecs, das sind Räder, die mit Motorunterstützung maximal 25 km/h schnell werden, gilt übrigens ebenso wie für die E-Scooter weder Helm- noch Führerscheinpflicht. Eine Versicherung ist nicht erforderlich, auch gibt es keine Altersbeschränkung. Pedelec fahren darf jeder – auf dem Radweg oder, falls nicht vorhanden, auf der Straße. Anders sieht das bei den schnelleren S-Pedelecs oder E-Bikes aus: Für sie sind ein Mofa-Führerschein, eine spezielle Versicherung sowie ein Helm vorgeschrieben. Auf Radwegen dürfen sie nur gefahren werden, wenn diese auch für Mofas freigegeben sind.

Nicht nur Fortbewegungsmittel, sondern zugleich Lifestyle: das Longboard. Mit der längeren Version des Skateboards lässt es sich super entspannt durch die Stadt oder den Park cruisen. Entstanden in der US-amerikanischen Surferszene, hat das Rollbrett in den letzten Jahren hierzulande ebenfalls immer mehr Fans gewonnen – es ist nicht nur praktisch, sondern auch ziemlich cool und eignet sich beim Picknick sogar als Sitzgelegenheit. Kurzum, der perfekte Begleiter für laue Sommerabende in der Stadt!

Titelbild: stock.adobe.com

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