Buzz Aldrin auf dem Mond während der Apollo 11-Mission

Apollo 11 Jubiläum – Der Mond ist nicht genug

Als Apollo 11-Kommandant Neil Armstrong vor 50 Jahren – am 21. Juli 1969 um 3.56 Uhr (Mitteleuropäische Zeit) – als erster Mensch den Mond betrat, schauten weltweit insgesamt 600 Millionen Personen an den TV-Geräten zu. Andere lauschten dem historischen Ereignis im Radio. Jeder wollte es irgendwie miterleben, so gut es eben ging. Der Weltraum schien offen – eine Zeit der grenzenlosen Freiheit für die Menschheit angebrochen. Und dann diese ersten Worte Armstrongs auf dem Mond: „Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein riesiger Sprung für die Menschheit.“

Nachdem Armstrong und Buzz Aldrin im Rahmen der Apollo 11-Mission den Mond wieder verlassen hatten, landeten dort bis 1972 noch fünf weitere Crews. Vor allem aufgrund der extrem hohen Kosten fand bis heute allerdings keine weitere bemannte Reise zu dem Erdtrabanten, geschweige denn zu anderen Planeten, mehr statt.

Am 16. Juli um 9.32 Uhr Ortszeit Florida betraten Neil Armstrong und sein Team die Apollo 11 – vier Tage später spazierten er und „Buzz“ Aldrin auf dem Mond. // Foto: NASA

Wir wollen endlich weiter forschen

Der Wunsch, unser Sonnensystems nicht nur durch Roboter, sondern persönlich zu erforschen, besteht bei vielen Menschen allerdings weiterhin. Entsprechend ist es ein erklärtes Ziel der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA und der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos in der näheren Zukunft auch den 54,5 Millionen Kilometer entfernten Mars zu erreichen. Nur: Ein vom Staat genehmigtes Konzept gibt es in den USA aufgrund der geschätzten Kosten von mindestens 75 Milliarden Dollar nicht. Roskosmos hingegen plant noch in der ersten Hälfte des 21. Jahrhunderts die Realisierung einer bemannten Marsmission.
Um diese durchführen zu können, gab der größte russische Raumfahrtkonzern RKK Energija bereits 2010 bekannt, dass mit der Entwicklung eines Megawatt-Kernreaktors für einen neuartigen Raumschiffantrieb begonnen worden sei. Die mit der heute verfügbaren Technik 450 Tage dauernde Reise zum Mars soll dadurch um das 20-fache verkürzt werden. Inwiefern diese Technologie bereits ausgereift ist und wann Roskosmos erstmals auf dem Mars landen will, ist nicht bekannt.

… and lift off! Apollo 11 macht sich von Cape Canaveral aus in Richtung Mond. // Foto: NASA

Geht es 2024 zum Mars?

Konkretere Angaben machte hingegen das private US-Unternehmen SpaceX seit seiner Gründung im Jahr 2002 immer wieder. Ursprünglich sollte es 2018 bereits zur Landung einer unbemannten Kapsel kommen, mit der ab 2025 Menschen zum roten Planeten transportiert werden sollten. Allerdings mussten diese Zielsetzungen zuletzt immer wieder verschoben werden. Dennoch: Trotz einiger Fehlschläge ist Space X durch die größtenteils wiederverwertbare Trägerrakete Falcon 9 und sein Raumschiff Dragon inzwischen immerhin zu einem der wichtigsten Versorger der Internationalen Raumstation ISS geworden.

Zudem löste SpaceX das Unternehmen Arianespace als weltweiten Marktführer bei Satellitenstarts ab. Auch der Bau eines eigenen Weltraumbahnhofs an der Golfküste von Texas läuft bereits seit 2014, was zeigt: Der Konzern meint es ernst. Das Ziel von SpaceX-Gründer Elon Musk bleibt also unverändert. Er will dazu beitragen, den Menschen zu einer multiplanetaren Spezies zu machen.

Dass Musk den ersten Flug eines Menschen zum Mars tatsächlich schon – wie im September 2017 angekündet – im Jahr 2024 durchführen kann, ist unwahrscheinlich. Gleichzeitig ist klar: Mit seinem Privatunternehmen wird er vermutlich schneller dazu in der Lage sein als die in der Raumfahrt ambitionierten Staaten USA, Russland und China.

Kein Wunder also, dass sich an SpaceX längst auch große Wirtschaftsunternehmen wie Google beteiligen. Wann genau mit Hilfe dieser gigantischen Konzerne die erste bemannte Marsmission gelingen wird, kann nicht verlässlich vorhergesagt werden. Sicher ist aber: Wenn es soweit ist, wird es wie bei Apollo 11 vor 50 Jahren nur ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein riesiger Sprung für die Menschheit sein.

Titelbild: NASA

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