Weltraumtouristen oder Forscher - Zwei Astronauten entdecken einen fernen Planeten

Weltraumtouristen und Mars-Flüge: Die Zukunft der Raumfahrt

Visionen muss man haben. Und Elon Musk hat einige davon. Der aus Südafrika stammende Unternehmer (Tesla, Paypal) gründete 2002 SpaceX. Das private Raumfahrtunternehmen will ab 2023 mit der ersten Mondumrundung Reisen ins All für Privatpersonen starten. Weltraumtouristen, die statt nach Malle mal eben zum Mond fliegen? Nun ja, nicht ganz. Einen etwas dickeren Geldbeutel müssen Interessierte schon mitbringen, um für eine solche Mission infrage zu kommen. Der erste Passagier, ein japanischer Milliardär, will sich die Reise mehr als 110 Millionen Euro kosten lassen.

Günstiger und früher geht es ohne Mond: Rund 58 Millionen Dollar Reisekosten und 35.000 Dollar pro Tag kostet ein privates Touristenticket für die internationalen Weltraumstation ISS. Ab 2020 sollen regelmäßig zahlende Gäste für bis zu einen Monat mit auf die Station fliegen dürfen, das teilte die Nasa Anfang Juni 2019 mit. Die Weltraumtouristen sollen mit SpaceX-Raketen von Musk sowie Raketen von Boeing zu ihrem außergewöhnlichen Hotel gelangen.

Bald soll es auch wieder Besuche auf dem Mond geben (wie hier bei der Apollo 14 Mission Anfang 1971). Der Mond soll künftig als „Startrampe“ für Mars-Missionen dienen. // Foto: NASA

Recycling-Raketen fliegen schon jetzt

SpaceX feierte in den vergangenen Jahren einige Erfolge. Der jüngste: Im März 2019 konnte die Raumkapsel „Crew Dragon“ nach etwa 27 Stunden Flugzeit an die ISS andocken und war damit der erste privat gebaute und betriebene Crew-Transporter, der von amerikanischem Boden zur ISS flog. Um eine kostengünstige Alternative zu den staatlichen Raumfahrtprogrammen der NASA zu bieten, mussten die Raketen zunächst wiederverwertbar gemacht werden. Bedeutet: Ein wesentlicher Teil der Rakete kehrt nach dem Trip in den Weltraum zurück zur Startbasis. Das klappt bereits hervorragend und so sollen langfristig sogar Reisen zum Mars erschwinglich werden.

Für sich selbst hat Musk jedenfalls schon einen Plan: einen Umzug auf den Roten Planeten. Ende 2018 kündigte er an, in sieben Jahren auf den Mars umsiedeln zu wollen. Ohne zu wissen, wie und ob er jemals zurückkommen wird. Denn Experten halten eine Besiedlung des Planeten für extrem unrealistisch und bezweifeln, dass Menschen von dort jemals wieder zurückkehren könnten. Neben Musk möchten auch der Amazon-Chef Jeff Bezos – mit einem Vermögen von über 150 Milliarden Dollar reichster Mensch der Welt – und der Brite Richard Branson, ebenfalls Milliardär, das Weltall erobern und mit ihren Unternehmen Virgin Galactic und Blue Origin zahlungskräftigen Kunden Privatflüge ins All ermöglichen.

Doch was bedeuten Träume und finanzielle Freiheiten mancher Visionäre für uns Normalos? Bis ein Kurzurlaub auf dem Mond erschwinglich wird, ist es wohl noch ein langer Weg. Allerdings könnte sich in Zukunft für viel mehr Menschen als bisher der Berufswunsch Astronaut erfüllen. Denn mit der steigenden Nachfrage nach Weltraumflügen steigt auch der Bedarf an kommerziellen Raumfahrt-Piloten. Auf der Website von SpaceX können sich Interessierte bereits über die Voraussetzungen informieren.

Flüge für Weltraumtouristen gutes Beispiel

Wir alle leben in den verschiedensten Zwängen und lassen uns von der Gesellschaft und ihren Konventionen und Vorurteilen beeinflussen. Wenngleich einige Ideen der privaten Weltraumpioniere für Kopfschütteln oder zumindest Stirnrunzeln sorgen: An ihrem Ideenreichtum und freien Denken können wir uns alle ein Beispiel nehmen. Denn sie zeigen, dass wir alles Mögliche erreichen können, wenn wir einfach machen, anstatt uns sofort wieder den Wind aus den Segeln nehmen zu lassen.

Freier denken, Visionen haben und diese auch umzusetzen versuchen, ohne Angst vor Rückschlägen und Gegenwind: Vieles ist möglich, wenn wir uns nicht beirren lassen und an unseren Träumen festhalten. Wir sollten auch in unserem Leben nach den Sternen greifen. Schon Hermann Hesse wusste: „Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden.“ Und dazu muss man nicht unbedingt zum Weltraumtouristen werden.

Titelbild: stock.adobe.com

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1 Kommentar zu “Weltraumtouristen und Mars-Flüge: Die Zukunft der Raumfahrt

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