Fünf gute Gründe, warum ihr zur Europawahl gehen solltet

Die EU hat ein gravierendes Image-Problem. Viele Menschen fühlen sich von den Politikern in Brüssel entweder vernachlässigt oder bevormundet. Einige Parteien und Bewegungen in Europa nutzen das aus. In zahlreichen Ländern sind rechte Populisten auf dem Vormarsch. Sie versprechen einfache Lösungen für komplexe Probleme und profitieren von der gefühlten Unsicherheit in weiten Teilen der Bevölkerung.

Doch wir haben die Wahl. Wir haben die Freiheit, uns mit einem einfachen Kreuzchen dagegen zu stellen. Die Europawahl ist nicht sexy. Aber wer nicht will, dass Europa künftig von den ewig Gestrigen dieser Welt dominiert wird, sollte am Sonntag aktiv werden. Es lohnt sich. Warum genau, erklärt Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung. Im Interview mit „Sei so frei“ nennt er fünf gute Gründe.

1. Fünf Minuten in der Wahlkabine entscheiden über unsere nächsten fünf Jahre in Europa.

Krüger: „Demokratische Verfahren sind nicht sexy, aber sie lohnen sich. Autokratische Tendenzen in vielen europäischen Ländern greifen das Konzept einer freien, toleranten Gesellschaft an. In Deutschland können wir am 26. Mai darüber abstimmen, wer für die nächsten fünf Jahre wie viel Einfluss haben soll im Europäischen Parlament. Nutzen Sie diese Möglichkeit!“

2. Der Brexit hat es deutlich gemacht: Die Beteiligung junger Menschen macht den Unterschied.

Krüger: „Nach der Abstimmung über den Brexit haben sich viele junge Briten in den sozialen Netzwerken mit dem Hashtag #NotInMyName öffentlich um ihre Zukunft gesorgt. Sie twitterten: ‚Wir Jungen müssen ausbaden, was die Alten entschieden haben‘. Dabei waren es vor allem die Jungen, die unterdurchschnittlich häufig wählen gegangen sind. Deswegen mein Appell an die junge Generation: Entscheidet bei der EU-Wahl mit!“

3. Klima, Migration, Datensicherheit: Viele politische Entscheidungen werden grenzüberschreitend getroffen.

Krüger: „Viele Themen, die die Zukunft betreffen, sind transnationale Projekte. Das Wetter, Menschen und Daten sind nicht zwangsläufig an einen einzelnen Staat gebunden und können nur multilateral gesteuert werden. Von welchem Geist die kommenden Entscheidungen über den Klimawandel, die Migrationsfrage und die Datensicherheit geleitet sein werden, wird am 26. Mai 2019 entschieden.“

4. Die EU ist ein Friedensprojekt: Wählen gehen stärkt die europäische Zivilgesellschaft.

Krüger: „Noch nie herrschte in Europa so lange am Stück Frieden wie heute. Demokratie heißt Kompromisse finden und Lösungen erarbeiten, bei denen alle Beteiligten ihr Gesicht behalten. Das hohe Gut der Diplomatie anstatt von Gewalt macht Europa resilient gegenüber Krisen. Sich bei den europäischen Wahlen zu beteiligten, stärkt Europa als diplomatisches Friedensprojekt.“

5. Vorbild sein: Wählen gehen ist ansteckend.

Krüger: „Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge ist wählen gehen ansteckend. Weiß man, dass sich Nachbarn, Freunde und Bekannte bei den anstehenden Wahlen beteiligen, wächst die Wahrscheinlichkeit, sich auch selbst zu beteiligen. Wählen gehen bedeutet, die Chance in Anspruch zu nehmen, Europa mitzugestalten. Spricht man mit anderen darüber und verbindet sich, wächst man sogar noch über sich hinaus.“

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