Weg mit dem Diäten-Wahnsinn!

Der Frühling ist endlich da! Die Zeit, an den ersten warmen Tagen des Jahres in der Sonne ein Eis zu genießen. Doch für viele beginnt mit dem Erwachen der Natur stattdessen der Stress. Denn nach den Schlemmer-Monaten im Winter soll nun bis zum Sommer die perfekte Strandfigur her. Scheinbare Experten erfinden dafür immer neue Diäten, die beste Erfolge versprechen. Promis führen öffentlich vor, wie gut die Kuren angeblich funktionieren, und schreiten strahlend und schlank durchs Leben.

Derzeit besonders angesagt ist etwa das Intervallfasten, hauptsächlich die sogenannte 18:6-Methode. Sie bedeutet: An jedem Tag darf 16 Stunden lang nichts zu sich genommen werden. Wer sich danach richtet, muss also entweder auf das Abendessen oder das Frühstück komplett verzichten. Gegessen werden darf, was schmeckt. Nur ausgewogen sollte es sein, wobei ab und an auch mal eine Pommes oder ein Eis drin sind. Diese Ernährungsart ist nicht als kurzfristige Diät gedacht, sondern soll dauerhaft umgesetzt werden. Einige Ernährungswissenschaftler empfehlen diese Methode jedoch nur bei gesunden Menschen. Kinder oder Ältere sollten es nicht ausprobieren.

Andere schwören auf den Verzicht von Kohlenhydraten, „Low Carb“ genannt. Bei dieser Methode wird der Energielieferant als Dickmacher geradezu verteufelt. Verzichten müssen ihre Anhänger auf viel: Brot, Müsli, Nudeln oder andere Getreideprodukte auf dem Teller sind ebenso tabu wie Alkohol oder Süßigkeiten. Selbst manch süßes Obst oder Gemüse wie Mais, Banane oder Süßkartoffel sind nicht drin.

Im vergangenen Jahr kam ein weiterer Diät-Trend auf: Paleo, benannt nach dem Paläolithikum. Die Idee dahinter ist, sich wie Steinzeitmenschen zu ernähren. Denn nur das sei „artgerecht“ und nur darauf sei der menschliche Verdauungstrakt eingestellt. Erlaubt ist nach dieser Methode alles, was den Jägern und Sammlern damals zur Verfügung stand: Fleisch und Fisch, Eier, Salat, Nüsse sowie Obst und Gemüse. Verboten sind dagegen Zucker, Getreide, Fertiggerichte, Milchprodukte und Pflanzenfett.

Gemein ist all diesen Trends, dass Ernährung zum Verzicht wird. Vor jeder Mahlzeit muss entweder der Blick auf die Uhr oder die Zutatenliste erfolgen. Einkaufen und Kochen kann da zur Qual werden. Denn in fast jedem Produkt befinden sich heute Kohlenhydrate und vor allem Zucker. Beim Essen bleiben Spaß und Genuss da oftmals auf der Strecke. Und das Ergebnis lässt zudem häufig auf sich warten. Statt die erhoffte Strandfigur zu erreichen, purzeln doch nur wenige hundert Gramm. Wer sich auf der nächsten Party aus lauter Frust dann ein Bier oder einen Sekt gönnt und nachts am Buffet nascht, bekommt die Folgen wenig später direkt auf der Waage zu spüren. Denn wer die strenge Diät nach wenigen Wochen nicht mehr einhalten kann, erlebt den berühmten Jojo-Effekt – schlechtes Gewissen und Versagensgefühle inklusive.

Wäre es nicht sinnvoller, sich frei von allen Diätzwängen zu machen und einfach ein wenig darauf zu achten, was auf dem Teller landet? Dann ist auch ein Glas Wein am Abend oder eben ein leckeres Eis in der Sonne erlaubt. Denn das Leben soll schließlich Spaß machen.

Foto: stock.adobe.com

 

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