Freier, reicher, einfacher

Die in Brüssel machen alles noch komplizierter und bauen immer höhere bürokratische Hürden auf!“ So oder ähnlich lauten Vorwürfe vieler Menschen gegenüber der EU, nicht nur aktuell in Großbritannien. Und es ist nicht von der Hand zu weisen, dass seit der Gründung der Europäischen Union eine Menge Gesetze und Vorschriften verabschiedet worden sind. Jegliche Richtlinien und Verordnungen sollten natürlich stets dem Menschen dienen und nicht sich selbst. Dazu gehört gesunder Menschenverstand und Politik mit Augenmaß, die den Betroffenen – seien es Unternehmen oder Bürger – Gehör verschafft. So haben Gesetze ihren Sinn und verfolgen unerlässliche Ziele: Die Freiheit der Bürger zu schützen, die Sicherheit zu erhöhen und den Wohlstand zu vergrößern. Mit Erfolg!

Die Vorteile, die sich durch die EU für jeden einzelnen ergeben, sind groß und vielfältig. Oft kommen wir in deren Genuss, ohne dass wir es überhaupt merken. Unser Leben ohne den Zusammenhalt der Staatengemeinschaft wäre ein anderes. Die Europäische Union ist trotz aller Schwierigkeiten und Defizite eine absolute Erfolgsgeschichte. Folgende fünf Errungenschaften der EU möchten wohl niemand mehr missen.

1. Einheitliches Zahlungsmittel

Sicher, es ist vielleicht schade um die bunten Gulden-Scheine, mit denen wir vor der Einführung des Euros in den Niederlanden bezahlen mussten, aber praktischer ist es heute durchaus. Wer mal eben nach Maastricht oder ins Outlet Roermond will, muss nicht erst Scheine und Münzen in die Währung des Nachbarlandes tauschen. Egal, ob wir nach Frankreich, Belgien, Tschechien oder Polen reisen, das gültige Zahlungsmittel haben wir bereits. Einfach einsteigen, losfahren …

Offene Grenzen in der EU nützen allen.
2. Offene Grenzen

… und da die Grenzen offen sind, gibt es meist auch keine lästigen Kontrollen oder Autoschlangen an den Übergängen. Dies hat nicht nur Vorteile für Touristen und Unternehmungslustige, auch Arbeitnehmer profitieren davon. Die grenzüberschreitende Freizügigkeit führt zu höheren Einkommen, wirkt Fachkräftemangel entgegen und senkt die Arbeitslosigkeit. Alle europäischen Volkswirtschaften profitieren davon. Wer eine Anstellung sucht, kann dorthin gehen, wo es Jobs gibt. Und er kann dort wohnen oder täglich über die Grenze pendeln – alles kein Problem.

3. Recht und Freiheit

Jobs, Geld und Wohlstand entstehen nur dort, wo Menschen in Sicherheit leben können. Alle Mitgliedsstaaten der EU eint, dass sie rechtsstaatliche Demokratien sind, die sich für Freiheits- und Menschenrechte einsetzen. Sie alle streben durch eine Kooperation mehr Wohlstand an. In einer Welt, in der noch heute 40 Prozent aller Staaten von Diktatoren oder Monarchen unterjocht werden, ist eine solche Gemeinschaft ein kostbares Gut.

4. Alle profitieren

Dank des EU-Haushalts erhalten vor allem wirtschaftlich schwache Regionen beträchtliche Geldsummen, um damit den Ausbau der Infrastruktur zu finanzieren. Diese ist für eine wachsende Wirtschaft unerlässlich. Ostdeutschland kamen diese Gelder ebenfalls zu Gute. Wichtig: Von der finanziellen Unterstützung profitieren nicht nur die Empfängerländer, sondern alle Staaten. Das Geld stärkt den Zusammenhalt, hilft beim Aufbau und bei der Sicherung von Demokratien und sozialen Marktwirtschaften. Dies wiederum eröffnet neue Absatzmärkte und führt zu mehr Warenumsatz – das Geld fließt zurück in die Geberländer.

5. Riesiger Markt

Mit einem Warenumsatz von 14 Billionen Euro bietet die EU den Unternehmen den zweitgrößten Binnenmarkt der Welt. Die Aufhebung der Zölle und die Senkung von Handels- und Investitionsbarrieren erleichtert den Warenaustausch zwischen den Ländern – davon profitieren nicht nur die beteiligten Firmen, sondern vor allem die Verbraucher. Einheitliche Regeln sorgen für fairen Wettbewerb und niedrigere Preise.

Es gibt natürlich noch einen großen Optimierungsbedarf, doch dies ist nicht verwunderlich, schließlich ist die EU mit ihren 25 Jahren noch blutjung. Wir stehen also gerade erst am Anfang eines langen Weges. Dieser wird nicht leicht, doch die Mühe lohnt sich und ein Zurück zum Nationalismus sollte keine Alternative sein.

Fotos: stock.adobe.com

 

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