Advent, Advent und jeder schlemmt

Überall locken Plätzchenteller, nach Feierabend geht es auf den Weihnachtsmarkt und für die Festtage planen wir Menus mit den feinsten Leckereien – willkommen in der herrlichen Zeit des Schlemmens und Genießens!

Wohl jeder drückt in diesen Wochen in Bezug auf Essen und Trinken ein oder zwei Augen zu. Gut so! Denn der Tag liefert nur acht Stunden Licht, die meist milchig durch Wolken oder Nebel zu uns durchdringen. 16 Stunden verbringen wir in der Dunkelheit, dazu Kälte oder Regen. Wir tendieren ganz natürlich dazu, uns einzumummeln und es uns gut gehen zu lassen.

Trotzdem ist der mahnende Zeigefinger allgegenwärtig, vor allem im Zeitschriftenregal. „So bewältigen Sie den Ess-Marathon“, „Die Fünf-Tage-Advent-Diät“, „Genießen mit Verstand“ – so oder ähnlich lauten die Titel auf den Covern der einschlägigen Blätter. Spätestens im Januar werben dann wieder die Fitness-Studios mit Rabatten um neue Mitglieder, und dem Winterspeck wird allgemein der Kampf angesagt.

Dabei hat eine amerikanische Studie ergeben, dass wir im Schnitt zwischen der Adventszeit und Neujahr nur 370 Gramm an Körpergewicht zulegen. Okay: im Schnitt. Bei dem ein oder anderen werden es auch ein bis zwei Kilo sein. Dennoch lautet das Fazit des Studienleiters: „Wir nehmen nicht zwischen Weihnachten und Neujahr zu, sondern zwischen Neujahr und Weihnachten.“ Außerdem wusste schon Oscar Wilde: „Der beste Weg, Versuchungen zu widerstehen, ist, ihnen nachzugeben.“ Gerade in der Weihnachtszeit sollte man sich also nicht selber knechten, denn ansonsten droht neben dem ohnehin vorhandenen Winter-Blues zusätzlich schlechte Laune.

Sicher sollte dennoch jeder auf sich achten, ohne jedoch dem Genuss zu entsagen. Die folgenden Tipps sind einfach umzusetzen und gleichzeitig praktische Wegbegleiter durch eine Weihnachtszeit ohne schlechtes Gewissen und Magendrücken.

1. Schlafen

Klingt einfach, ist aber so. Es ist nicht nur erwiesen, dass wir in der dunklen Jahreszeit mehr Schlaf brauchen als im Sommer. Gleichzeitig haben mehrere epidemiologische Studien gezeigt, dass chronischer Schlafmangel das Risiko zu Fettleibigkeit oder Diabetes erhöht. Darüber hinaus nehmen Menschen, die während einer Diät zu wenig schlafen, schlechter ab. Fazit: Acht Stunden Schlaf sind – gerade im Winter – schlicht gesund und helfen überdies der Verdauung.

2. Maß halten

Schon am Morgen steht im Büro ein Teller mit Plätzchen, mittags duftet der Braten in der Kantine, nachmittags gehört ein Stück Stollen zum Kaffee dazu und am Abend auf den Weihnachtsmarkt fällt die Wahl auf Würstchen und Glühwein. Ja, kann man so machen! Empfehlenswert ist jedoch, dass nicht jeder Tag so abläuft. Es dürfte sich nicht wie ein Verbot anfühlen, wenn wir an manchen Tagen mal auf den Stollen verzichten, oder in der Kantine zu Salat und Suppe greifen.

Kein Märchen: Der berühmt Verdauungs-Spaziergang an der frischen Luft macht wirklich Sinn!
3. Bewusst genießen

Essen, worauf wir Lust haben? Kein Problem! Es muss ja nicht immer gleich in einer Völlerei enden. Wer langsam und bewusst genießt, gibt dem Magen Zeit genügend Zeit, sein „Ich bin satt“-Signal zu senden. Denn das kommt meist mit 15 bis 20 Minuten Verspätung im Hirn an. Auch hilfreich übrigens: Ein leckerer Wintersalat als Vorspeise mit einem großen alkoholfreien Getränk. Das füllt schon vorab so gut, dass eventuell gar kein Platz mehr für eine zweite Portion des Gänsebratens bleibt.

4. Hoch vom Sofa

Nach einem feisten Festmahl ein wenig herum zu lümmeln ist für viele der Inbegriff von festtäglicher Gemütlichkeit. Wer sich etwas Gutes tun will, begibt sich dennoch nach Draußen. Wer etwa 80 Kilo auf die Waage bringt, verbrennt nach einem einstündigen Schlendern durch die Natur rund 240 Kalorien, Menschen mit 100 Kilo Gewicht etwa 300 Kalorien. Das reicht jetzt nicht, um ein üppiges Weihnachtsessen auszugleichen, jedoch regt der Spaziergang den Stoffwechsel und die Verdauung an und sorgt durch das Tageslicht für eine Extraportion Vitamin D.

5. Natürliche Helferlein

Wem es nach all der Schlemmerei nicht ganz so gut geht, muss nicht gleich zur Chemiekeule greifen. Ingwer etwa hilft bei Völlegefühl und Übelkeit. Aufgegossen als Tee oder ein paar dünne Scheiben gekaut und der Magen beruhigt sich. Wer an Sodbrennen leidet, kaut fünf bis zehn Mandeln. Blähungen werden erfolgreich mit Kümmel bekämpft, am besten als Tee.

Fotos: stock.adobe.com

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