Sei selbst die Veränderung

Was kann ein Einzelner bewirken? Eine eindrucksvolle Antwort auf diese Frage gibt das Leben von Mahatma Gandhi. Seine Biografie ermutigt dazu, frei zu denken „Sei selbst die Veränderung, die du dir wünschst“, ist eins seiner berühmtesten Zitate. Und es blieb nicht nur bei Worten.

Mahatma Ghandi wurde 1869 im indischen Gujarat geboren. Das Land gehörte damals zum britischen Kolonialreich. Seine Familie zählte zur gesellschaftlichen Oberschicht und lebte streng nach hinduistischem Glauben. Gewalt war für Gandhi ebenso tabu, wie Fleisch und Alkohol.

Er wollte jedoch raus aus der Enge und neue Eindrücke sammeln, daher studierte Gandhi nach dem Schulabschluss Jura in England. Eine mutige Entscheidung, die ihren Preis hatte: Reisen in andersgläubige Gesellschaften wurden nicht gerne gesehen, er verlor seinen Platz im indischen Kastensystem. Ghandi beschäftigte sich in London mit fremden Religionen, er interessierte sich für die westliche Mode, die gelassene Lebensart sowie die freie Lebensführung. Zugleich blieb er aber seinen eigenen Prinzipien treu und hielt am Hinduismus fest.

Der Kampf für Freiheit und Selbstbestimmung wurde zu seinem Antrieb. Ab 1891 arbeitete Ghandi daher als Rechtsanwalt und machte sich zunächst in Südafrika für die dort unter Diskriminierung lebenden Inder stark. 1914 schließlich ging er zurück in sein Heimatland, um sich dort für die durch die Briten unterdrückte Bevölkerung einzusetzen. Immer wieder wurde er während der Demonstrationen verhaftet. Da Ghandi jedoch nie Gewalt anwendete, konnte die Polizei ihn nie lange festhalten.

Zu einem echten Symbol wurde der 1930 von ihm angeführte „„Salzmarsch“, eine friedliche Demonstration gegen eine Steuer auf Nahrungsmittel. Ghandi lief 385 Kilometer, unterwegs schlossen sich ihm Tausende Menschen an. Sie erreichten ihr Ziel, die Steuer wurde abgeschafft.

Nicht zuletzt hat Ghandi damit große Teile des indischen Volks dazu inspiriert, sich friedlich zu wehren. Aus diesem Geist heraus erhielt das Land 1947 die Unabhängigkeit.

Mit einem Hungerstreik trug Ghandi schließlich dazu bei, dass Pakistan und Indien miteinander Frieden schlossen. Seine gewaltfreien und zugleich radikalen Aktionen polarisierten.

Sein Leben endete tragisch: 1948 wurde er von einem Attentäter erschossen. In aller Welt löste der gewaltsame Tod des friedlichen Kämpfers Bestürzung aus. Er wird heute noch als Vorbild und Nationalheld gefeiert. Der Kampf für die Freiheit geht weiter.

Foto: Thinkstock

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