Ich mach mein Ding

Tagsüber Akten und Fakten, abends Spielklötze und Windeln. Jeder von uns erfüllt zahlreiche Rollen in seinem Leben. Allen diesen möchten wir gerecht werden. Aber natürlich erwartet der Chef etwas Anderes von uns als der Partner. Kinder benötigen andere Unterstützung als Eltern und Freunde haben wiederum eigene Anforderungen an uns.

Der Begriff der Rollenerwartungen kommt aus der Wissenschaft. Geprägt wurde dieser vor allem vom Soziologen Ralf Dahrendorf, der damit bestimmte Verhaltensweisen beschrieb, die vom Träger einer sozialen Rolle erwartet werden. Dabei geht es in erster Linie um gesellschaftliche Anforderungen an das Individuum – zum Beispiel als Mutter oder als Lehrer – abhängig von Positionen im Gefüge.

Aber wie bloß alledem gerecht werden? So fühlt sich manch einer durch sein soziales Umfeld unter Druck gesetzt. Denn alle Erwartungen von Familie und Bekannten zu erfüllen, führt oft zu einer Zerreißprobe. Dann kann es helfen, sich auf sich selbst zu besinnen: Was möchte ich? Wie möchte ich sein? Wie möchte ich leben? Auferlegte Wünsche von Anderen engen uns in unserer individuellen Lebensgestaltung ein. Werden sie nicht erfüllt, sind häufig Frust und Unzufriedenheit die Folge. Rücksicht zu nehmen, ist zwar in vielen Situationen wichtig, kann aber in der Masse ebenso belastend sein.

So ist es ratsam, sich nicht in allen Punkten anzupassen und verbiegen zu lassen. Sich freizumachen von allen übermäßigen Erwartungen, ist anfangs zwar gar nicht so leicht, aber fühlt sich am Ende gut an. Frei nach dem Motto von Panikrocker Udo Lindenberg: „Ich mach mein Ding, egal was die anderen sagen.“

Denn die eigenen Bedürfnisse nicht immer zurückstellen zu müssen, bietet ungeahnte Möglichkeiten. Nicht mehr ständig auf die Meinung anderer zu hören, sorgt für ein Gefühl der Selbstbestimmtheit und der Freiheit. Oder mit Lindenberg: „Ich geh meinen Weg, ob gerade ob schräg, das ist egal, ich mach mein Ding.“­

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